11.10.1987: ein Hotel in Genf, Zimmer 317, Uwe Barschel liegt mit Anzughose, weißem Hemd und Krawatte in der gefüllten Badewanne, sein Kopf ist schräg zu Seite geneigt und auf der angewinkelten Hand abgestützt. Seine Armbanduhr zeigt 12.44 Uhr. In seinem Magen befinden sich mehrere tödliche Gifte. Das Bild des toten, ehemaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Hollstein hat sich in vielen Gehirnen eingebrannt. Künstler stellen die schreckliche Szene nach und hängen die Bilder in Museen. Obwohl Barschels Tod mehr als 20 Jahre zurückliegt, beschäftigt er immer noch die Gemühter, genauso wie in Amerika der Mord am jungen Präsidenten John F. Kennedy.
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51:49
Die Geschichte der CIA 2 - 1977-1989 - Das Ende der Illusionen
In den 70er Jahren wird die CIA in eine Randposition gedrängt. Zu groß ist ihr Imageverlust nach dem Watergate-Skandal und den Enthüllungen über den chilenischen Militärputsch. Die amerikanische Öffentlichkeit begegnet der undurchsichtigen und übermächtigen Geheimdienstbehörde mit Misstrauen. Kurz nach seinem Amtsantritt ordnet Jimmy Carter die komplette Neuorganisation der CIA an. Doch die Kette der Misserfolge und Fehleinschätzungen reißt nicht ab. 1979 wird die CIA vom sowjetischen Einmarsch in Afghanistan überrascht. Um die Pläne der Sowjetunion zu durchkreuzen, spielt sie durch die Aufrüstung der Mudschaheddin dem islamischen Fundamentalismus in die Hände.
Die Befreiung der ehemaligen kolumbianischen Praesidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt rueckte eine Guerilla-Organisation wieder ins oeffentliche Interesse, die seit ueber 40 Jahren einen bewaffneten Kampf gegen die Regierung Kolumbiens fuehrt: die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia). Dieser Kampf richtete sich jedoch zusehends gegen die Bevoelkerung. Finanziert wurde die im Dschungel operierende Gruppe vor allem durch den Handel mit Kokain und Entfuehrungen. Bis vor Kurzem konnte keiner der Rebellen vor Gericht gestellt werden. Doch in diesem Jahr verzeichnen Geheimdienst und Militaer zusehends Erfolge in ihrem Kampf gegen die FARC. 2008 starben zwei der wichtigsten Anfuehrer, und auch die Befreiung Ingrid Betancourts bedeutet fuer die Guerilla ein Fiasko. NG Inside begleitet Geheimdienstoffiziere und Militaers bei ihren Aktionen gegen die FARC und beleuchtet die Bedeutung ihrer Aktionen in einem Land, das seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommt.
Tx81
1961 warnte der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verflechtung von Militär und Industrie und dem wachsenden Einfluss dieses ‘militärisch-industriellen Komplexes’ auf die Politik der Vereinigten Staaten. Mehr als 40 Jahre später ist diese Warnung mehr denn je aktuell. Schon immer waren Kriege auch gut für die Geschäfte, jetzt aber sind Unternehmen direkt am Krieg beteiligt. Im Irak-Krieg haben die USA ihr Gewaltmonopol aufgegeben und klassisches militärisches Handeln ist an zahlreiche Privatfirmen ausgelagert worden. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Söldnern, Sicherheitsdiensten und Spezialeinheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind. Der New Yorker Filmemacher Eugene Jarecki bietet in seiner Dokumentation ‘Why We Fight - Die guten Kriege der USA’ eine schonungslose Innenansicht der Vereinigten Staaten.
Der Film schildert den Kampf der Franzosen um ihre Kolonien in Nordamerika, zeigt aber auch, dass die Spuren, die sie hinterlassen haben, bis heute unuebersehbar sind.
KriegInFarbe
Ein Putsch hier, ein Coup dort, eine Aktion gegen das Chile des Salvador Allende - Christopher Hitchens führt eine Anklage im ganz groÃÂen Stil. Er behauptet: Wenn Milosevic in Den Haag auf der Anklagebank sitzt, muss auch Kissinger dort sitzen und zwar wegen âÂÂKriegsverbrechen, Verschwörung zum Mord, Entführung und FolterâÂÂ. Zwei Kernvorwürfe erhebt der britische Journalist gegenüber dem ehemaligen US-AuÃÂenminister: Erstens die Ausweitung des Bombenkrieges von Vietnam auf neutrale Länder wie Laos und Kambodscha und die Inkaufnahme unzähliger Opfer unter der Zivilbevölkerung. Zweitens: Die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, wie zum Beispiel Chile, mit illegalen - das heiÃÂt geheimdienstlichen und militärischen - Mitteln. Für Christopher Hitchens eine Form des Staatsterrorismus. 1998 sind von der US-Regierung Dokumente freigegeben worden, die in den Augen Hitchens auch die Beteiligung Kissingers an der Entführung und Ermordung General Schneiders in Chile nahe legen. Die Affäre Schneider sei eine Methode gewesen, mit der die CIA eine Regierung Salvador Allendes verhindern wollte. Der Film erläutert die Vorwürfe Hitchensâ gegen Kissinger anhand reichhaltigen Archivmaterials aus Vietnam, Kambodscha, Chile und Osttimor, das zum Teil spektakuläre neue Beweise für die Verantwortung eines Mannes für eine lange Reihe illegaler Machenschaften und Menschenrechtsverletzungen erbringt. Und der Film zeigt den geistreichen Kämpfer Kissinger - nach wie vor graue Eminenz der amerikanischen AuÃÂenpolitik -, wie er mit prominenten Gästen auf Galaempfängen scherzt und sich mit dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan über Moral unterhält.
43:25
2000 Jahre Christentum [1v4] Von Jesus zu Christus
Palästina zur Zeitenwende. Ein jüdischer Wanderprediger namens Jesus macht von sich reden. Er spricht von einem menschenfreundlichen Gott, lehrt die Umwertung aller Werte und verkündet das nahe Gottesreich. Einige Zeitgenossen lassen alles stehen und liegen und folgen ihm. Vielleicht ist er es ja, auf den sie seit langem warten, der Messias, der âGesalbte des Herrnâ, der das geknechtete Israel wieder aufrichten werde. Die Jerusalemer Führungsschicht sieht das anders. Für sie ist er ein Aufrührer und Gotteslästerer. In einem Schauprozess fordert sie seine Verurteilung. Die römische Besatzungsmacht lässt ihn kreuzigen. Aber das Ende ist der Anfang. Die Jünger glauben an seine Auferstehung. Aus dem jüdischen Lehrer Jesus wird für sie ein theologisch gedeuteter Christus. In enger Gemeinschaft bleiben sie zusammen. Geleitet durch die Apostel löst sich die Jesusbewegung aus dem damaligen Judentum und breitet sich in Kleinasien aus. Ein Pharisäer namens Saulus wandelt sich vom Gegner zum glühenden Verfechter der âfrohen Botschaftâ von der Auferstehung. In drei groÃen Missionsreisen trägt er sie weit ins Römische Reich. Unter Kaiser Nero kommt es in Rom zu einer blutigen Verfolgung. Nach einem jüdischen Aufstand zerstören römische Legionen Jerusalem und den Tempel. Das Judentum zerstreut sich in der damaligen Welt.
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