Der sogenannte Störtebeker-Schädel gehört einem vor sechshundert Jahren hingerichteten Seeräuber. Handelt es sich tatsächlich um die Reste des berüchtigten Freibeuters und Volkshelden Klaus Störtebeker? In der zweiten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts kaperte er Schiffe in Nord- und Ostsee. Wie sah der Mann aus, der im Jahr 1400 wegen Seeräuberei zum Tode verurteilt und auf dem Hamburger Grasbrook geköpft wurde? Historiker, Archäologen, Anthropologen und Rechtsmediziner ergründen die Geheimnisse des Störtebeker-Schädels und geben dem Kaperfahrer sein Gesicht zurück.
Kaum ein anderes europäisches Staatswesen hat Zeitgenossen und Nachgeborene so fasziniert und erschreckt, so angezogen und abgestoßen wie Preußen. Das Kurfürstentum und spätere Königreich steht für ein Nebeneinander der Gegensätze; für Militarismus und Toleranzedikt, für spartanische Sparsamkeit und verspielte Schlösser, für Reformen, Realpolitik und Größenwahn. Sein Führungspersonal - vom Soldatenkönig über Friedrich den Großen bis zum letzten deutschen Kaiser - wurde gefürchtet, idolisiert, verspottet und verdammt. Preußen galt als Keimzelle des deutschen Nationalismus, aber auch als Anlaufpunkt für Verfolgte aus allen Winkeln Europas. SPIEGEL-TV-Autor Matthias Ziemann zeichnet in Interviews und unter Verwendung seltenen Archivmaterials die spannendsten Episoden der preußischen Geschichte nach und untersucht die Nachwirkung der preußischen Tugenden und Untugenden bis in die Gegenwart.
Nationen, gekrönte Häupter und Politiker aller Couleur haben seit 1200 Jahren je nach Zeitgeist versucht, Karl den Großen für sich zu vereinnahmen. Es wurde spekuliert und gestritten, ob er nun Deutscher, Franzose oder gar Vater Europas sei. Die Antwort lautet: nichts davon. Denn Nationalstaaten heutiger Prägung gab es um 800 noch nicht. Karl sah sich selbst in der Nachfolge der (west)römischen Kaiser. Auf dem Höhepunkt seiner Herrschaft wurde Karl zum ersten abendländischen Kaiser des Mittelalters gesalbt.
Erst kürzlich wurde in einer japanischen Stadt die Kopie einer mongolischen Karte gefunden. Diese Karte, die aus dem Altertum stammen muss, zeigt detailliert den gesamten eurasischen Kontinent, Japan und erstmals auch den kompletten afrikanischen Kontinent. Den Auftrag, eine Karte mit solch einer Präzision zu zeichnen, gab damals Kublai Khan. Er war ein Enkelsohn des legendären Dschingis Khan.
Es ist der Abend des 18. Juni 1815, 22.00 Uhr. In den vorangegangenen elf Stunden hatten eine Viertel Million Menschen in einer der heftigsten und härtesten Schlachten der Geschichte gekämpft, in der Schlacht von Waterloo. 50.000 Mann und mehrere 10.000 Pferde lagen tot auf dem Schlachtfeld. Der Britische Kommandant, der Duke von Wellington, begrüßt den Anführer der preußischen Armee, Feldmarschall von Blücher. Gemeinsam haben sie das Unvorstellbare vollbracht. Sie schlugen den berüchtigten Eroberer Napoleon Bonaparte. Aber wie war Wellington dieser bemerkenswerte Sieg geglückt War es Glück oder lag es an den Fähigkeiten beziehungsweise den Fehlern seines Gegners Mittels neuester wissenschaftlicher Techniken und historischer Analysemethoden suchen Forscher nach der Antwort auf die Frage: Was verschaffte Wellington den entscheidenden Vorteil in der Schlacht von Waterloo?
Gerühmt und bewundert für seine universelle Bildung und seinen Wissensdurst, gefürchtet und gehaßt für seinen Machthunger und seine Brutalität: Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen, das Staunen und der Hammer der Welt". Der Film begibt sich auf die Spur dieses großartigen Herrschers. Messungen von Astronomen enthüllen das sagenumwobene Castel del Monte - das Bauwerk Friedrichs - als gigantische Sonnenuhr aus Stein. 800 Jahre alte Mordanklagen gegen den Kaiser müssen den neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen standhalten, wenn das exhumierte Skelett seiner Ehefrau auf Giftspuren untersucht wird. Bisher noch nie gefilmte Dokumente aus dem Geheimarchiv des Vatikan zeigen das "Genie auf dem Kaiserthron" als modernen Wissenschaftler. Wer war dieser legendäre Herrscher, der letzte große römisch-deutsche Kaiser der Welt, der bis heute zu den schillerndsten Gestalten der Geschichte gehört?
Ob Jesus, Moses oder Abraham - keiner anderen Gestalt widmet die Bibel so viele Textseiten wie König David. Die Aufmerksamkeit steht im krassen Gegensatz zum Mangel an archäologischen Belegen für seine Existenz. Ist König David nur eine Erfindung der biblischen Autoren?
Nach ueber 15 Jahren Arbeitszeit entstand am Ufer des niederlaendischen Ijssel-Meeres die naturgetreue Kopie der 1628 erbauten und bei der Jungfernfahrt gesunkenen Batavia. Der Film zeigt den stolzen Dreimaster bei der großen Segelparade in Amsterdam und auf der abenteuerlichen Reise nach Australien. Die 1628 erbaute Batavia war das groesste und schnellste Schiff des 17. Jahrhunderts. Sie sollte Gueter und Personen zwischen den Niederlanden und Asien transportieren. Doch bereits auf der Jungfernfahrt lief sie mit 341 Personen an Bord vor der Westkueste Australiens auf ein Riff und sank. Auf der "neuen" Batavia wird gesegelt wie vor 400 Jahren - dies bedeutet harte Arbeit. Der Film zeigt die Geschichte der alten und neuen Batavia. Hoehepunkte sind die große Segelparade in Amsterdam und die abenteuerliche Reise nach Australien.
Folgt man den Berichten der Evangelien, dann erscheint Pontius Pilatus als ein eher schwacher Charakter: als ein Mann, der sich von den Intrigen der jüdischen Priesterkaste beeinflussen lässt und Jesus am Ende nur widerwillig zur Kreuzigung verurteilt. Die Szene aus dem Matthäus-Evangelium, in der Pilatus seine Hände in Unschuld wäscht und die Juden die Blutschuld auf sich nehmen, gilt als eine der wichtigsten Wurzeln des Jahrhunderte dauernden christlichen Antisemitismus. Anders als eine christlich orientierte Geschichtsschreibung schildern griechische und römische Historiker Pilatus jedoch ganz anders: als einen starken, brutalen und höchst effektiven römischen Verwalter. Die neuere Forschung geht davon aus, dass Pilatus ganz eigene Motive hatte, den Unruhestifter Jesus zu verurteilen und dessen Hinrichtung zur Festigung seiner eigenen uneingeschränkten Autorität zu nutzen. Wer war Pilatus wirklich? Die britische Channel-Four-Dokumentation präsentiert überraschende neue Antworten.
Irgendwo inmitten der westlichen Wüste Ägyptens verschwand vor mehr als 2.500 Jahren das legendäre Heer des Perserkönigs Kambyses - verschluckt von den Massen der Großen Sandsee. Wie der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet, zog die Armee im Auftrag des gnadenlosen Eroberers um 520 vor Christus von der im Süden gelegenen Oase Kharga in Richtung Siwa, um den Ort mitsamt seinem berühmten Amun-Heiligtum dem Erdboden gleich zu machen.
Zehn Millionen Afrikaner sollen unter seiner Menschen verachtenden Herrschaft gestorben sein, ermordet durch ein von ihm erdachtes und gelenktes Überwachungs- und Unterdrückungssystem: Leopold II., König der Belgier, hatte 1885 den so genannten Freistaat Kongo in Besitz genommen. Bevor Leopold II. den Kongo auf Druck von Missionaren und der internationalen Presse 1908 an Belgien übertrug, hatten ihn Elfenbein und vor allem Kautschuk unbeschreiblich reich gemacht.
Eine Stadt in Gefahr. Im Jahr 1437 ist Konstantinopel von den osmanischen Truppen eingeschlossen. Eine Aussicht, sich aus eigener Kraft mit militärischen Mitteln zu befreien, besteht nicht. Längst sind die Truppen der Stadt auf ein winziges Verteidigungsheer zusammengeschmolzen. Einzig die gewaltigen Stadtmauern halten den Feind auf Distanz - noch. Seit über 1000 Jahren war jeder Eindringling an diesen gigantischen Bollwerken gescheitert. Hunnen, Wikinger - niemandem war es gelungen, die reiche Metropole am Bosporus einzunehmen. Einzig Betrug und Verrat hatte nur 33 Jahre zuvor einem Heer von Kreuzrittern die Tore geöffnet, das die Stadt ausgeplündert und verwüstet zurückgelassen hatte.
Paris im August 1572. In der Nacht vor dem Bartholomäusfest reißen die Glocken der Pariser Kirchen die Einwohner der französischen Hauptstadt aus dem Schlaf. Sie rufen nicht zum Gottesdienst, es sind Totenglocken. Das Signal zu einem Massenmord. Weit mehr als dreitausend Menschen werden in dieser Nacht in Paris umgebracht. Die Opfer des Massakers sind Hugenotten, französische Protestanten. Sie waren zur Hochzeit ihres Schutzherrn, des Prinzen von Navarra, mit der Schwester des katholischen Königs nach Paris gekommen. Doch die Versöhnungsfeier wird zum Blutbad, zur "Pariser Bluthochzeit". Selbst wenn sich die Abläufe des schrecklichen Ereignisses rekonstruieren lassen, es bleiben viele Fragen über Täter und Opfer, Motive und Intrigen unbeantwortet.
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Die Schlacht bei Hemmingstedt Februar 1500 - Freiheitskampf um Dithmarschen
Die Große oder Schwarze Garde war aus einem Zusammenschluß verschiedener Söldnertruppen am Niederrhein entstanden, wo sich Habsburg, Frankreich, Städte und Fürsten um die burgundische Erbmasse schlugen. Es lag im Interesse der Landsknechte und ihrer Hauptleute auch nach Beendigung einer dieser zahllosen Fehden zusammenzubleiben und sich einen neuen Auftraggeber zu suchen. Bei größeren Unternehmungen schlossen sich mehrere Gruppen zusammen. In der Not suchten sie sich verschiedene Auftraggeber und fanden sich dann auch manchmal in feindlichen Lagern. Am besten war es allerdings geschlossen aufzutreten. Nur als große Gruppe konnte man gute Konditionen aushandeln und die kurzen Friedensperioden durch Raub und Erpressung überstehen
eine Doku über die Zurschaustellung von Ureinwohnern im 19. Jahrhundert
Eine Doku über die Zeit Karls des Großen
Die Ermordung der Flüchtlinge unter der Brücke von No Gun Ri wurde über 50 Jahre lang geheim gehalten. WDR-Autor Marc Wiese hat Täter und Opfer aufgesucht. Distanziert und präzise zeichnet er ein erschütterndes Bild eines Kriegsverbrechens. Und die lange Geschichte danach. Es war ein Massaker an unschuldigen Zivilisten. Kaltblütig ausgeführt von Soldaten der amerikanischen Armee, befohlen von höchsten Generälen. Ende Juli 1950 in Korea: Die US-Armee hat zwei Dörfer evakuiert. Die Bewohner werden von den GIs weggeführt. In Richtung der Tunnel des kleinen Ortes No Gun Ri. Plötzlich beginnen die Soldaten auf die Flüchtlinge zu schießen. Aus Flugzeugen und mit Maschinengewehren eröffnen sie das Feuer auf die wehrlosen Menschen. Es sind überwiegend Frauen und Kinder, sie flüchten sich in die nahen Tunnel.
Im Jahr 1530 hielt Karl V. in Augsburg einen berühmt gewordenen Reichstag ab: Es ging um den sich ausbreitenden Protestantismus. Von Bologna aus, wo er vom Papst gekrönt wurde, reiste er vier Monate lang über Mantua, Bozen, Innsbruck und München nach Augsburg. Nach dem Reichstag reiste er über Mainz und Köln weiter nach Aachen zur Krönung seines Bruders Ferdinand. Die Reisetruppe umfasste bis zu 3.000 Menschen. Der Film schildert diese Reise, insbesondere die logistischen Probleme, die beim Transport, der Unterbringung und der Verpflegung einer solch riesigen Menschenmenge zu Beginn des 16. Jahrhunderts zu bewältigen waren.
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte haben Religionen stets eine zentrale Rolle für die menschliche Kultur gespielt. Der renommierte Fertilitätsforschers Robert Winston zeigt, dass die verschiedenen Lebensbedingungen einzelner Kulturen und sozialer Gemeinschaften unterschiedliche Gottheiten und Religionen hervorgebracht haben. Außerdem macht er deutlich, dass auch in unserer modernen, naturwissenschaftlich orientierten Gesellschaft ein echtes Verlangen nach Gott existiert.
Das späte 18. Jahrhundert gilt als Epoche der Revolutionen und Umwälzungen: In Europa triumphiert die preussische Disziplin. In Amerika siegt die Unabhängigkeitsbewegung. Frankreich gerät nach der Revolution in den Bann Napoleons.
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Der Schah von Persien - Aufstieg und Fall des Resa Pahlewi
Schah Mohammad Reza Pahlewi war einer der am kontroversesten diskutierten Monarchen des 20. Jahrhunderts. Von seiner Krönung im Jahre 1941 bis hin zu seinem Tode im Jahre 1980 war er umstritten. Er hatte im Westen studiert und versuchte, den Übergang von der Diktatur seines Vaters hin zur konstitutionellen Monarchie zu schaffen, doch er geriet für seine "Hardliner"-Politik immer wieder in die Kritik.
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