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SiH 4v7 DEFA - DDR
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Ferdinand hat eine blühende Fantasie. Dafür ist er bekannt. Außerdem kommt er öfters zu spät zur Schule. An seine haarsträubenden Entschuldigungen hat sich Frau Knobloch, die Lehrerin, gewöhnt. Als dann eines Tages wirklich etwas Ungewöhnliches, ja Fantastisches passiert, glaubt Ferdinand natürlich niemand. Und das war so: An einem Morgen auf dem Weg zur Schule wird Ferdinand von einem blauen Meteoriten eingesogen. Vom Planeten der Blumen bringt er zwei Samenkörner mit nach Hause und pflanzt sie in Blumentöpfe ein. Bereits am nächsten Tag haben sie sich zu wunderschönen Blumen entfaltet. Riecht Ferdinand an der einen, kann er fliegen. Riecht er an der anderen, wird er erwachsen und sieht genauso aus wie sein Vater, der Hausmeister des Wissenschaftlichen Instituts zur Perfektionierung der Menschheit ist. Und damit fängt das Verwirrspiel an.
Um an ein beschlagnahmtes Hörgerät zu kommen, bleibt Ferdinand nichts anderes übrig, als sich selbst in seinen Vater zu verwandeln. So fliegt er nachts ins Lehrerzimmer. Das funktioniert wirklich. Nur für Vater Trenkel beginnt eine schreckliche Zeit. Er muss damit klarkommen, dass es ihn zweimal gibt. Auch der neue Lehrer, Philip Janda, kriegt Schwierigkeiten. Er gerät in den Verdacht, das Hörgerät aus dem Lehrerzimmer entwendet zu haben, schließlich wusste er, wo Frau Knobloch es aufbewahrte. Vater Trenkel hat die Lügengeschichten seines Sohnes gründlich satt und verpasst ihm einen Monat Stubenarrest. Das passt Ferdinand gar nicht.
Um seine Schwierigkeiten zu beheben, verwandelt sich Ferdinand kurzerhand in seinen Vater und macht alles wieder rückgängig. Mutter und Schwester wissen nicht, was sie davon halten sollen. Die Lage wird auch nicht gerade einfacher, als Susanne ihren Vater im Kino gesehen haben will, während er behauptet, zur gleichen Zeit beim Schachspielen gewesen zu sein. Und als Herr Trenkel glaubt, sein Sohn sei die Zimmerwand hochgeklettert, entschließt er sich endlich, zum Psychiater zu gehen. Lehrer Janda und Susanne haben sich inzwischen angefreundet. Bei einem Spaziergang macht Philip die gleiche Erfahrung wie Ferdinand.
Auch Ferdinands Lehrer, Philip Janda, wird auf einem Spaziergang von einem Meteoriten verschluckt und bringt von dort Samen für Blumen mit, die wundersame Fähigkeiten haben: sie heilen Krankheiten, erhöhen die Intelligenz, steigern die Körperkraft und geben die Jugend zurück. Philip und Susanne pflanzen den Samen in Blumentöpfe ein, ahnen aber nicht, dass sie Friseur Blecher dabei beobachtet.
Eines Tages besucht ein japanischer Professor die Unterrichtsstunde von Frau Knobloch, und Oskar, der Dümmste in der Klasse, spricht plötzlich fließend japanisch und löst die schwierigsten mathematischen Aufgaben... Auch diesmal ahnt niemand, dass Oskar an der Blume der Klugheit gerochen hat - außer Lehrer Philip. Und beim Friseur Blecher geben sich die Leute inzwischen die Klinke in die Hand. Ja, ganze Menschenschlangen stehen vor seinem Geschäft, Es hat sich schnell herumgesprochen, dass Herr Blecher fast alle Krankheiten heilen kann. Er wird als Wunderheiler berühmt, der es mit allen Ärzten aufnehmen kann. Ferdinand und seine Freunde wissen nun, warum sich im Tresor des Instituts zur Perfektionierung der Menschheit keine Wunderblumen befinden sondern nur ganz gewöhnlicher Schnittlauch.
Herr Blecher, der Friseur, hat die Blumentöpfe vertauscht, um für sich und seine Familie Nutzen zu ziehen. Die Kinder wollen die Blumen zurückholen und hoffen, bei Lehrer Philip Hilfe zu finden. Doch der will plötzlich mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun haben, denn er ist selber drauf und dran, berühmt zu werden. Inzwischen stehen bei Friseur Blecher die Leute Schlange. Seine Fähigkeit, Kranke zu heilen, hat ihn berühmt gemacht. Herrn Trenkel dagegen geht es immer schlechter. Er wird ins Krankenhaus eingewiesen. Und weil die Ärzte arbeitslos geworden sind, dreht sich alles nur noch um ihn. Aber auch zuviel Fürsorge kann lästig werden.
Über Professor Langmeier ziehen sich dunkle Wolken zusammen. Die Sache mit den Schnittlauchtöpfen ist noch nicht vergessen und neue Forschungsergebnisse hat er auch noch nicht aufzuweisen. Oskar wird zu seinem Gegenspieler. Er hat ein neues Präparat zur Verbesserung des menschlichen Geruchsinns erfunden. Mit diesem Präparat kann er beweisen, dass zum ersten Mal ein Mensch besser gerochen hat als ein Hund. Dem Schüler Oskar wird die Leitung des Instituts zur Perfektionierung der Menschheit angeboten. Seine Bedingungen: Alle müssen ihn mit Großwesir und Sie anreden und Professor Langmeier soll entlassen werden. Auch Lehrer Philip verliert seinen Job. Er hat die Lügengeschichten der Blechers satt und sagt in einem Fernsehinterview die volle Wahrheit. Natürlich glaubt ihm niemand.
Ferdinand und seine Freunde versuchen alles, um an die Wunderblumen der Blechers ranzukommen. Sie dringen heimlich in ihr Haus ein, doch die Warnanlage macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Oskar erwischt die verhinderten Diebe, und das hat für Herrn Trenkel und seine Familie böse Folgen. Familie Blecher wird immer berühmter. Die Zeitungen preisen die phänomenalen Heilkünste von Frisör Blecher, und dass Oskar Nobelpreis-verdächtig ist, darüber sind sich inzwischen alle einig. Familie Trenkel ist dagegen vom Pech verfolgt. Mit seiner Entlassung aus dem Institut hat Herr Trenkel auch seine Dienstwohnung verloren, und so bleibt der Familie nichts anderes übrig, als sich auf einem Baum häuslich niederzulassen. Professor Ohlson, Vorsitzender des Ausschusses zur Verleihung der Nobelpreise, möchte das Genie Oskar kennen lernen und reist höchst persönlich aus Schweden an. Leider läuft nicht alles so programmgemäß.
Herr Wagner, der Bürgermeister, kann mit diplomatischem Geschick noch einmal bei dem Debakel um Professor Ohlsons Abreise vermitteln. Dieser schickt zwei seiner engsten Mitarbeiter in das kleine Städtchen bei Prag, um das Wunderkind Oskar unter die Lupe zu nehmen. Auch diesmal läuft nicht alles glatt. Aus dem neunjährigen Jungen wird über Nacht ein ausgewachsener Mann. Doch die beiden Wissenschaftler aus Schweden sind trotz des kleinen Zwischenfalls schnell von der Genialität Oskars überzeugt, und die sensationellen Heilkünste von Herrn Blecher beeindrucken sie so sehr, dass alles andere bald vergessen ist. Ferdinand und seine Freunde sind natürlich nicht untätig geblieben. Sie geben den Versuch, in den Besitz der Wunderblumen zu kommen, nicht auf.
Die Wunderblumen, die Friseur Blecher und sein Sohn Oskar berühmt gemacht haben, sind futsch. Die Instituts-Ziege Mat hat sie gefressen, und zu allem Unglück reist Professor Ohlson aus Schweden ein zweites Mal an. Er will sein Leberleiden von Herrn Blecher behandeln lassen und Oskars neueste Forschungsergebnisse begutachten. Doch alles läuft schief.
Bald kann jeder in der Zeitung lesen, dass Friseur Blecher und sein Sohn Oskar Betrüger sind. Ab sofort schneidet Herr Blecher seinen Kunden wieder die Haare, und Oskar bekommt in der Schule eine Fünf nach der anderen. Familie Trenkel hat ihren unbequemen Wohnsitz im Baum inzwischen verlassen und lebt wieder in der Institutswohnung. Nur mit Herrn Trenkel ist noch nicht alles in Ordnung. Er sieht ständig Kamele und taucht an verschiedenen Orten gleichzeitig auf. Natürlich hat Ferdinand auch hier seine Hände im Spiel, denn eine Wunderblume ist noch übriggeblieben.
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